Christoph Kolb: Wortverdreher
Träumer. Autor. Rumschreiber
 

Über mich

Ihr wollt wirklich etwas über mich wissen? Habt ihr nichts Besseres zu tun? Der Katze beim Mittagsschlaf zuschauen, zum Beispiel? Nein? Nun gut.

Mein Name ist Christoph Kolb. Ich wurde 1985 im schönen Nordbaden geboren und lebe dort bis heute. Ich habe meine Lehre zum Großhandelskaufmann in einem nicht ganz unbekannten Handelskonzern für Lebensmittel gemacht. Bei selbigem bin ich bis heute als Teamleiter in der Lagerlogistik tätig und mache das auch sehr gerne.

Wenn ich nicht gerade schreibe oder arbeite - beides häufig - höre ich laut und gerne Musik; genieße die freie Natur; erfülle die Klischees eines Geeks (ihr wisst schon: In Online-Foren über die Unlogik von Star Trek-Folge XY diskutieren und so) oder beschäftige mich mit meinem kleinen Privatzoo, bestehend aus zwo Katzen, zwo Karnickel, einem Hamster, vier Ratten und einer Freundin ;).

Schreiben, Lesen und das Teufelchen

Lesen war ein Teil von mir, seitdem ich denken kann. Ich liebe es, mich ganz in einer Geschichte zu verlieren. Die Kunst, aus der Aneinannderreihung von Worten, fantastische Welten, tolle Charaktere und spannende Geschichten zu erschaffen, hat mich fasziniert. Natürlich wuchs in mir der Wunsch, selbst etwas zu kreieren. Etwas, das mich und eine hoffentlich große Leserschaft genauso begeistern kann, wie es die Werke der Damen und Herren Rowling, King, Adams, Pratchett, Zimmer-Bradley etc. bei mir geschafft haben.

Ich würde gerne sagen können, ich war konsequent bei der Verfolgung meines Traums. Aber die Wahrheit ist, dass ich eine neue Geschichte immer wieder aufgab, wenn ich an ein Hindernis stieß oder ich das Gefühl hatte, es sei eh nur Mist, was ich in Word niederhämmerte. Die Geschichten, die ich vollendete, gefielen mir hinterher auch nicht so wirklich. Die wenigen Ausnahmen, mit denen ich einigermaßen zufrieden war, habe ich versucht in Wettbewerben und Ausschreibungen unterzubringen. Die Reaktionen darauf waren ernüchternd: Nur Ablehnungen, manchmal nicht mal das. Die ablehnenden E-Mails waren immer gleich freundlich funktioniert: "Danke, für die Beteiligung. Aber leider konnten wir aufgrund der Vielzahl der Einsendungen ihre Geschichte nicht berücksichtigen". Bla Bla Bla. Im Klartext setzte sich bei jeder neuen Ablehnung ein kleines Teufelchen auf meine Schulter und meinte hämisch zu mir: "Du hast es einfach nicht drauf. Lass es sein." Und was soll ich sagen? Für eine Zeit hat es dieser kleine Kerl tatsächlich geschafft.

Tritte in den...

Okay, was hat sich geändert? Tja, das Folgende:

Mein 30. Geburtstag
Ein Lied wurde veröffentlicht
Das Statement eines Schriftstellers

Wie das in Zusammenhang steht? Nun, rollen wir es auf. Fangen wir mit dem Geburtstag an. Es scheint in der menschlichen Natur zu liegen, an runden Geburtstagen zurück zu blicken. Und nicht alles an diesem Rückblick hat mir gefallen. Ich bin stolz auf Geleistetes, aber ebenso ärgerlich über nicht genutzte Möglichkeiten. Und das Teufelchen - ihr erinnert euch? - kletterte auf meine Schulter und erinnerte mich höhnisch daran, dass vermutlich ein starkes Drittel meiner Lebenszeit vorbei ist!

Das zweite war das Lied. Es handelt sich um den Song "Vermessung des Glücks" der Mittelaltertruppe Saltatio Mortis. Auszug gefällig? Begeisterst dich für fremde Träume, Solang ein anderer sie dreht; Vergisst dabei, dass jeder Anfang immer an sein Ende strebt; Und wenn der Tod dann vor dir steht; Dein letzter Traum verblasst; Denkst du an die versäumten Dinge; Geschichten, die du nie erlebt hast.

Und zu guter Letzt. Der Schriftsteller Andreas Eschbach schrieb auf seiner Webseite: "Ich kenne das. Aber das ist kein Männchen - das ist Ihr Tod. Es ist die Ahnung, daß Sie eines Tages auf Ihrem Sterbebett liegen werden, wissend, daß der Tod nahe und Ihr Leben am Ende angelangt ist, und alles, was Sie bestenfalls tun können, ist Rückschau zu halten. Die Frage ist: wird die Tatsache, ein Buch geschrieben oder nicht geschrieben zu haben, in dieser Stunde eine Rolle spielen? Mir ist eines Tages klar geworden, daß ich es mir nicht verzeihen könnte, es nicht versucht zu haben: einen Roman zu schreiben und zu veröffentlichen. Während es mir auch in der Stunde meines Todes scheißegal sein wird, den Mount Everest nicht bestiegen und den Hawaii Ironman nicht absolviert zu haben. Bei anderen mag es umgekehrt sein, die müssen dann anders handeln als ich es getan habe."

Ihr merkt es vielleicht. Das geht alles in eine Richtung.

Das Herz eines Drachen

Diese drei Tritte habe ich gebraucht. Nicht nur Schriftsteller im Herzen, sondern Logistiker im Geiste habe ich mir selbst eine Deadline gesetzt: An meinem 35. Geburtstag habe ich vielleicht noch nichts veröffentlicht, aber ein Roman ist bis dahin geschrieben. Und ich werde mein Bestes gegeben haben, ihn zu veröffentlichen. Und während ich Schreibratgeber beackerte, Plots entwarf und in die Tasten hämmerte, was das Zeug hielt, stieß ich auf die Webseite von Sarturia.

Bei dem "Gemeinnützigen Förderverein Sarturia Autorenschule e.V.", gegründet von dem Autor Dieter König - in Foren auch Drachenherz genannt -, reichte ich die Geschichte "Das Zeitportal" ein. Und die Antwort auf meine Einsendung war anders, als alles, was ich zuvor erlebt hatte. Meine Geschichte wurde von den Leuten von Sarturia gründlich angeschaut und mit wertvollen Tipps für Sprache, Stil und Handlungsverlauf zur Überarbeitung zurückgegeben. Der fachmännische Blick und die Ratschläge haben der Geschichte gut getan und zum ersten Mal habe ich das Gefühl, wirklich etwas Gutes geschaffen zu haben.
Nachtrag: Seit November 2016 bin ich Volontär bei Sarturia. Für diese Chance bin ich natürlich sehr dankbar. Im Rahmen meines Volontariats betreue ich die SF-Anthologie Totes Leben, die Horror Anthologien Grauen in der Dunkelheit und Im Bann der Dämonen sowie das Kinderbuch Tante Fietje erzählt: Gruselgeschichten als Herausgeber. Ferner bin ich als Coach, Lektor und Korrekturleser für andere Anthologien tätig und betreue die Facebook Seite des Verlags als Redakteur.

Und das Ende vom Lied

Ich schreibe wie ein Besessener ;). Ob ich jemals die Genialität meiner Vorbilder erreiche, weiß ich natürlich nicht. Aber ich setze alles daran, besser in der Kunst des Geschichtenerzählens zu werden und das Beste zu erschaffen, das mir möglich ist.

Diesen Text habe ich nicht nur als Aufarbeitung für mich, sondern auch für all die Jung-Autoren da draußen geschrieben. Wenn euch Stellen in meiner Vita vertraut vorkommen, kann ich euch nur den Tip geben, einmal an der Tür von Sarturia anzuklopfen und durchzuhalten.


PS: Das kleine Teufelchen habe ich im übrigen gefesselt, geknebelt und den Katzen zum Spielen hingeworfen.


Zitat:

ICH GELEITE SEELEN INS JENSEITS, erwiderte Tod. - "Oh", machte Lezek. "Natürlich. Entschuldige! Eine dumme Frage. Dein Aussehen - ich meine deine Kleidung ist ein deutlicher Hinweis. Nun, eine notwendige Arbeit, da bin ich ganz sicher. Wahrscheinlich mangelt es dir nicht an Aufträgen. Schon lange im Geschäft?" - SEIT EINER GANZEN WEILE, JA...
  Terry Pratchett, "Gevatter Tod"



 
...and the sky is the limit!