RAW is King

RAW is King

Ein wesentlicher Unterschied zwischen der Astrofotografie und dem was wir so täglich mit unseren Handys und Digitalkameras knipsen ist das Bilddatei-Format und somit auch die Komprimierung.Und das Ergebnis.

Wenn du den Auslöser der Kamera drückst oder wieder ein cooles Selfie bei TickTock Posten möchtest, dann landet das Foto im .JPEG Format (manchmal auch anders, aber immer komprimiert) auf der Speicherkarte.

Die interne Software hat das Bild quasi bearbeitet, komprimiert und als für gut befunden so abgelegt.Es ist ein fertiges Bild.

Durch vor allem die Komprimierung werden zwar Speicherplatz gespart, jedoch gehen auch eine Menge Daten verloren.
Bei einem normalen Bild ist das nicht schlimm.

 

CR2 – das RAW Format bei Canon

 

Bei der Astrofotografie würden wir wichtige Daten verlieren und wir hätten keinerlei Möglichkeit diese zurück zu bekommen.

Ich hau Mal ein Beispiel raus damit es etwas einfacher zu verstehen ist:

Im .JPEG Format haben wir 8 Bit mit 256 Helligkeitsabstufungen.
Im RAW Format sind es 12, 14 oder sogar 16 Bit bei 4.096, 16.384 oder sogar 65.536 Abstufungen.
Der Chip der Kamera hat vor jedem einzelnen Pixel ist eine Art Filter, in Rot, in Grün und in Blau.

RGB – kennen wir noch aus Schulzeiten und vom Regenbogen 😉
Und genau daraus “bastelt” die interne Software dann das fertige Bild zusammen.
Mit 256 Abstufungen in 8 Bit.

 

Beispiel zum Chip mit RGB Filtern

Das passiert beim RAW Format nicht.
Die bei der Aufnahme eingefangenen Daten sind zwar alle hinterlegt und enthalten, nur noch nicht weiterverarbeitet.

Und Haargenau das machen wir uns zu nutzen und können so das Maximale herausarbeiten.
Feinste Strukturen sichtbar machen, mit viel mehr Werten arbeiten und so am Ende ein Datenreicheres Bild erhalten als wie es die Kamera komprimiert ausgegeben hätte.

Das ganze ist, wie soll’s auch anders sein, natürlich viel Komplexer.
Aber, um zumindest den Unterschied zu verstehen, zu wissen warum wir grundsätzlich im RAW Format fotografieren sollten, reicht dieses Basiswissen.

Hier einmal der direkte Vergleich JPEG (links) / RAW, so wie es als Einzelbild aus der Kamera kommt.

 

Ich hab lange Zeit die Möglichkeit meiner Kameras genutzt und in beiden Formaten fotografiert.
Es wurde jedes geschossene Bild automatisch als RAW und zusätzlich JPEG abgespeichert.
Damit habe ich am PC dann quasi als Vorschau die Bilder gesichtet, ggf. Aussortiert und dann die entsprechenden RAW’s zur Weiterverarbeitung genutzt.
Heute mache ich das nicht mehr.
Meine Software* bietet mir eine Vorschau der Bilder im RAW Format an, da benötige ich letztlich das komprimierte Format nicht mehr.

 

 

*ohne Werbung zu betreiben, ohne in irgendeiner Form Reich zu werden oder einen Vorteil zu haben:
Ich nutze den Astropixelprocessor und auch PixInsight.
Dort kann man wunderbar seine RAW’s sichten und aussortieren.
Geht sicher auch mit anderen Programmen…

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